Melissa Bruder

Melissa Bruder hat beim Ulli Verlag das Bilderbuch „Ganz hoch oben! Schaffen wir das?“ veröffentlicht und ist unsere jüngste Autorin im Boot!

Das erste eigene Buch in den Händen zu halten und es im Regal einer Buchhandlung stehen zu sehen… das hat Melissa Bruder aus dem Schwarzwald bereits mit jungen Jahren geschafft.

Als Kleinkind dachte sie sich für den jüngeren Bruder lebendige Geschichten aus und schrieb dann schon ab dem 13. Lebensjahr regelmäßig. Und im Sommer 2019 schließlich, mitten im Abiturstress, signiert sie auf einer Leseveranstaltung Exemplare ihres ersten eigenen Kinderbuches: „Ganz hoch oben! Schaffen wir das?“! Wir haben einige Fragen an die aufstrebende Autorin!

Melissa Bruder entführt mit ihrem Kinderbuch Ganz hoch oben! Schaffen wir das? in die Wüste Afrika und hat dabei liebenswerte tierische Protagonisten im Gepäck.
Melissa Bruder entführt mit ihrem Kinderbuch in die Wüste Afrika und hat dabei liebenswerte tierische Protagonisten im Gepäck.

Melissa, mit „Ganz hoch oben! Schaffen wir das?“ erzählst Du die Geschichte von drei knuffigen Freunden in Afrika, die unbedingt eine ganz besondere Sache erreichen wollen. Am Ende haben sie einen Geheimtrick: Zusammenarbeit und Zusammenhalt! Welchen Stellenwert hat Freundschaft für Dich?

Freundschaft hat für mich einen großen Stellenwert! Ich finde es wichtig finde, dass man weiß, dass da immer jemand ist, auf den man sich verlassen kann. Die drei Freunde in meinem Buch zeigen das auf spielerische Weise.

Das Äffchen Dooley, der Elefant Max und auch die schöne Giraffe Serafina haben ein bestimmtes Ziel vor Augen. Aber der Weg dorthin ist knifflig. Wie knifflig war es für Dich, die Geschichte zu entwickeln? Oder kam die Idee über Nacht?

Die Idee war wirklich ganz plötzlich da und wie so oft kam sie, als ich eigentlich gerade mit etwas anderem beschäftigt war. Ich hatte damals gerade eine Stifte-Box auf meinem Schreibtisch stehen, auf der ein Affe, eine Giraffe und ein Elefant zu sehen waren. Und als ich diese so anschaute, hatte ich sofort die Idee zu dieser Geschichte im Kopf. 


Die Entwicklung des Textes zu der Geschichte, wie man sie jetzt im Buch lesen kann, war aber ein längerer Prozess.  Eine Lektorin und ich haben viel am Text herum gefeilt, verschiedene Sachen umgestellt und sogar noch neue Figuren ins Boot geholt. Letztendlich hat sich die Arbeit aber gelohnt.

Beim „Hausacher LeseLenz 2019“ in Baden-Württemberg stellt Melissa ihr Kinderbuch einem großen Publikum vor.
Beim „Hausacher LeseLenz 2019“ in Baden-Württemberg stellt Melissa ihr Kinderbuch einem großen Publikum vor.

Du bist die jüngste Autorin beim Ulli Verlag: Während der Fertigstellung und Veröffentlichung Deines Buches warst Du gerade dabei, Dein Abitur zu schreiben. In der Schulzeit entstandene Freundschaften sind meist sehr intensiv. Merkst Du Veränderungen oder Herausforderungen in Sachen Freundschaft seit dem Ende Deiner Schulzeit?

Seit wir uns nicht mehr jeden Tag in der Schule sehen, ist es natürlich schon schwerer geworden mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben. Jeder macht etwas anderes und ein paar sind auch für das Studium an einen anderen Ort gezogen. Trotzdem versuchen wir, uns so oft wie es geht zu treffen, meistens dann eben am Wochenende. Ich glaube, eigentlich bekommen wir das ganz gut hin.

Die Illustrationen für Deine Geschichte kommen von Ina Spang. Willst Du uns etwas über Eure Zusammenarbeit erzählen? Wie fühlt es sich an, wenn die eigenen Figuren plötzlich ein Gesicht bekommen?

Die Zusammenarbeit mit Ina war total unkompliziert. Wir haben uns auf der damaligen Schreib-Plattform Oetinger34 kennen gelernt und ich war sofort von den Illustrationen begeistert, die Ina in ihrem Profil hatte. Ich habe sie angeschrieben, ob sie nicht Lust hätte, die Illustrationen für mein Projekt zu zeichnen und sie hat zugesagt. Als ich die erste Illustration gesehen habe, war ich einfach nur begeistert und überwältigt. Ich finde die Illustrationen bis heute einfach nur wunderschön!

 

Es ist erstaunlich, dass alles so super funktioniert hat, denn durch den räumlichen Abstand der Wohnorte (Ina wohnt in München) haben wir fast alles über E-Mail besprochen. Als grobe Vorlage der Illustrationen habe ich ihr für jede Seite geschrieben, was ich mir vorstellen könnte, was zu sehen ist und sie hat dann die Bilder dazu gezaubert!

Die räumliche Distanz zwischen Schwarzwald und Oberbayern bereitete Autorin Melissa und Illustratorin Ina bei der Zusammenarbeit keine Schwierigkeiten.
Die räumliche Distanz zwischen Schwarzwald und Oberbayern bereitete Autorin Melissa und Illustratorin Ina bei der Zusammenarbeit keine Schwierigkeiten.

Liegen derzeit weitere Buchprojekte auf Deinem Schreibtisch? Wo soll Dein beruflicher Weg hingehen?

In meiner Schublade liegen natürlich noch ganz viele weitere Ideen, die nur darauf warten, auf Papier gebracht zu werden. Im Moment bin ich gerade dabei, eine Jugendbuch-Trilogie zu schreiben. Ich könnte mir auch gut vorstellen, noch mehr Kinderbücher zu schreiben, denn dieses Genre hat einfach seinen ganz eigenen Charme.

 

Ich hoffe, ich werde neben meinem Studium auf Grundschullehramt, welches ich im Oktober starte, noch etwas Zeit haben, um zu schreiben…

… das hoffen wir auch, unbedingt!

Wir danken Dir für das Gespräch!

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