Shromics Ahoi!

Comic Heft "Die Shromics Band 2" Herbert Klocke, Ulrike Spang, erschienen im Ulli Verlag

Endlich sind die neuen Shromics da!

Shromics Ahoi!

Farbiges Comic-Heft mit 44 Seiten

Text: Herbert Klocke |  Illustration: Ulrike Spang

12,50€

Auf Band 1 „In der Yeti Bar“ folgt jetzt der zweite Streich: Mit „Shromics Ahoi!“ entführt uns der Münchner Autor Herbert Klocke erneut in die schräge Shromics-Welt! Seine bunten Comic-Vögel Emil, Waltraud, Konrad und Co. schickt er wieder los in skurrile Abenteuer. Er setzt mit Band 2 noch einen drauf und zaubert uns ein breites Grinsen ins Gesicht!

Wer sind die Shromics?

„Shromics Ahoi!“ heißt der zweite Band von Herbert Klockes Kult-Comic-Reihe „Die Shromics“, erschienen im Oktober 2020 beim Ulli Verlag.
„Shromics Ahoi!“ heißt der zweite Band von Herbert Klockes Kult-Comic-Reihe „Die Shromics“, erschienen im Oktober 2020 beim Ulli Verlag.

„Die Shromics sind ein Kneipen-Kollektiv alter Schule“, erklärt der Autor und Shromics-Erschaffer Herbert Klocke. Sie sind ein unterhaltsamer Haufen skurriler Charaktere, die beim ein oder anderen Bier immer wieder auf wilde Ideen kommen. Sie veranstalten dann (meist seltsame) Events, natürlich immer gemeinsam und nicht ohne die ein oder andere Reiberei.

 

In Band 2 zum Beispiel gibt’s da einen Ausflug mit einem Radieschen-Essen der ganz besonderen Art. „Außerdem bauen die Shromics eine Segelyacht. Wie die dann am Schluss wirklich aussieht, und was beim Radieschen-Essen sonst noch so los ist, erfährt man beim Lesen des zweiten Bandes“, sagt Herbert. Er will natürlich nicht zu viel verraten!

Herbert Klocke ist glücklich, dass das knapp 45-seitige „Shromics Ahoi!“-Comic-Heft als Folge auf Band 1 nun endlich erschienen ist. Denn die Shromics sind für ihn ein Herzensprojekt, das ihn seit Jahren begleitet und stetig wächst. Aber nicht nur er hat sich danach gesehnt, seine Lieblinge in weitere Abenteuer zu schicken, sondern auch seine kleine bereits bestehende Shromics-Fangemeinde wartete schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung…


In Wolkenform entgegen dem Mainstream

Die skurrilen Figuren der Shromics hat Herbert Klocke selbst entworfen. Die Illustratorin Ulrike Spang bettete sie schließlich in eine bunte Comic-Welt ein.
Die skurrilen Figuren der Shromics hat Herbert Klocke selbst entworfen. Die Illustratorin Ulrike Spang bettete sie schließlich in eine bunte Comic-Welt ein.

Die Shromics-Welt wird von wolkenartigen Figuren in knalligen Farben bevölkert. Werner zum Beispiel ist ein orangefarbener Klecks mit breitem Oberkopf, der gerne Vorträge über Aggressions-Abbau und über das Zulassen von Gefühlen abhält. Herta dagegen ist ein zartes rosafarbenes Wölkchen, welches von der Form her leicht an eine Giraffe erinnert. Sie versucht zwanghaft, ihren humpelnden Gang zu vertuschen und schnorrt durchgehend Kippen. Walter, der Gemeindepfarrer, ist tiefblau und trägt eine lange Schnauze vor sich her.

 

„Die Shromics sind gesehene Fantasie“, sagt Herbert zur Entstehung seiner ungewöhnlich geformten Charaktere. Er hat sie selbst entworfen. Dass er kein begnadeter Zeichner ist, hat ihn nicht davon abgehalten. „Die Shromics habe ich einfach überall gesehen, an jeder Häuserwand, auf jedem morschen, alten Tisch. Irgendwann habe ich die gemalten Figuren mit kleinen Texten versehen und gemerkt, dass sie die Leute zum Schmunzeln bringen.“ Wie das gesamte künstlerische Schaffen von Herbert Klocke sind auch diese Figuren mitsamt ihren kecken Dialogen stark vom Non-Konformismus geprägt. Er schert sich nicht darum, ob seine Kunst ungewöhnlich oder unbequem sein könnte.

 

Mit Ulrike Spang fand er schließlich eine Illustratorin, die für seine Figuren eine Umwelt erschuf, deren Abenteuer verbildlichte und so die Shromics endgültig zum Leben erweckte.

Auf der Suche nach allem Möglichen

Herbert Klocke
Herbert Klocke ist neben seiner Tätigkeit als Autor auch noch als Liedermacher auf verschiedenen Bühnen unterwegs.

Schon sein erster Shromics-Band „In der Yeti-Bar“ hat Herbert zahlreiche positive Reaktionen eingebracht. Darin lernt sich die schräge Rasselbande in einer Kneipe kennen und irgendwie wächst aus den verrückten Quatschköpfen eine unschlagbare Truppe zusammen.

 

Aber was macht diese verworrenen Kerle so liebenswert? Einer der Gründe liegt sicherlich darin, dass die Shromics das verkörpern, was wir alle gemeinsam haben: dass wir auf der Suche sind, und zwar nach allem Möglichen. „Manche, sich nicht ganz dem Schönheitswahn gewachsen sehende Frau identifiziert sich mit Herta, der heimlichen dancing queen, die, obwohl leicht behindert, immer wieder 'ne kesse Sohle auf's Parkett legt.“, sagt Herbert.

 

Die Shromics sind individuell komplett unterschiedlich. Jeder von ihnen (ver)birgt seine kleinen Macken und Eigenheiten. Keiner von ihnen ist kompletter Ideologe. „Das wahrscheinlich macht sie so liebenswert“, so der Autor.


Diversity und die hohe Kunst der Ironie

„Ich war der einzige Junge in einem Blockflötenkursus“, erzählt Herbert Klocke über sein schon immer dagewesenes Aus-der-Reihe-tanzen, „und obwohl ich nun wirklich keine grazilen Finger habe, war ich bald in der Lage, mit den Mädels mitzuhalten.“
„Ich war der einzige Junge in einem Blockflötenkursus“, erzählt Herbert Klocke über sein schon immer dagewesenes Aus-der-Reihe-tanzen, „und obwohl ich nun wirklich keine grazilen Finger habe, war ich bald in der Lage, mit den Mädels mitzuhalten.“

Was bei der Lektüre zwischen Schmunzeln und amüsiertem Kopfschütteln auffällt: Die Shromics schätzen sich gegenseitig sehr, und das trotz zahlreicher Auseinandersetzungen und größter Eigenheiten. In ihrem Umgang miteinander zeigen sie hohe Toleranz und Miteinander. Die Figur Hugo zum Beispiel spricht in Band 2 den letzten Satz: „Das hätte ich ohne euch nie geschafft!“

 

Dem Autor liegt eines besonders am Herzen: „Viele Comics sind ja leider sehr gewalttätig. Ganz wichtig ist mir aber, dass meine Shromics trotz absoluter Toleranz einen rauen, aber netten Umgangston pflegen, sich selbst und die anderen niemals beleidigen und sich dennoch auf die Schippe nehmen.“

 


Für Herbert darf die Ironie niemals in vernichtendem Zynismus enden. „Ironie müssen gerade wir Deutschen wegen unserer Geschichte wieder neu lernen. Und ich habe bei befreundeten Briten, Holländern und Österreichern einen Humor kennengelernt, der uns oft verloren gegangen ist.“

Wer liest die Shromics?

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Die Charaktere aus Klockes Shromic-Reihe sind bunt und schräg.

Sind Comics eigentlich nur für Kinder? Natürlich nicht, und die Shromics sind sowohl von Groß und Klein lesbar. Das Medium Comic vereint Bild und Literatur auf künstlerische Art und kann in seiner grafischen Erzählweise viele unterschiedliche Gesichter haben. Und damit auch verschiedene Leser und Zielgruppen. 

 

„In der Kneipe bei mir gegenüber gibt es eine ganze Gruppe junger Leute. Die lieben die Shromics total und sind schon ganz gierig auf den zweiten Band“, erzählt Herbert. Sogar spontane Happenings und Lesungen mit den Shromics habe es dort schon gegeben. Aber es sind nicht nur die jungen Leser, sondern auch Kinder und ganz alte Leute, die sich schon in die Shromics verliebt haben. 

 

„Die Menschen, die ihren Humor nicht verloren haben, die feiern die Shromics!“, so der Autor Herbert Klocke.


Welcher Shromic bist Du?

Was wir also festhalten können: Warum wir und viele andere einfach nicht anders können, als die Shromics liebzuhaben, ist die wunderbare Botschaft von der Schönheit der Individualität. Wir finden Teile von uns selbst in den wolkenförmigen Figuren wieder. Mancher von uns sieht sich im sympathischen Angeber mit Herz, der andere im versponnenen Öko-Freak… offen zugeben würden wir das natürlich niemals, aber das müssen wir ja auch nicht!

Und wie steht es mit Herbert, fühlen sich die Shromics für ihn eigentlich mittlerweile wie seine eigene Familie an? „Neulich hat mal eine mich gut kennende Freundin gemeint: die Shromics, das ist mal wieder alles Herbert. Klar, sind sie meine Familie. Sie repräsentieren mein Innen und mein Außen, und meine Neugier.“


 

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